Sehr geehrte Damen und Herren,
in Zusammenarbeit mit den „
Freunden alter
Wetterinstrumente“ und dem „Förderverein
Thermometermuseum Geraberg e. V.“ ist vom 16.09. –
29.10.2006 im ersten deutschen Thermometermuseum in Geraberg eine
Sonderausstellung „ Geschichte der Barometrie - vom Wetterglas
zum Messgerät“ zu sehen.
Die über 90 Exponate stammen alle aus den privaten Sammlungen von Herrn Gerhard Stöhr und
Herrn Wilfried Habenicht, die durch ihr kompetentes Wissen in Fachkreisen als Spezialisten und Gutachter gelten.
Kurze Einführung zur Geschichte des Barometers
Meteorologische Beobachtungen gab es schon im Altertum. Fortlaufende
Wetternotierungen, zuerst meist in Form von Bemerkungen an Sterntafeln
oder Kalendarien, findet man erstmals in der 2. Hälfte des 15. Jh.
Die instrumentelle Beobachtung des Wettergeschehens wurde aber erst im
17. Jh. durch die Entwicklung des Barometers, des Thermometers, des
Hygrometers und des Anemometers möglich.
Fortan konnten erstmals der Luftdruck, die Lufttemperatur, die Feuchte
der Luft, sowie auch die Windrichtung und Windstärke quantifiziert
werden. Es dauerte jedoch noch nahezu 200 Jahre, bis etwa Mitte des 19.
Jh. die einzelnen Instrumente soweit entwickelt waren, dass ihre
Messwerte vergleichbar und somit ein durchgängiges
Beobachtungsnetz möglich wurde.
Instrumente zum Messen des atmosphärischen Luftdrucks bezeichnet
man als Barometer. Der Torricellische Quecksilberversuch im Jahre 1643
markiert dabei den Beginn der Wissenschaft der Barometrie. Noch bis in
die 40-iger Jahre des 19.Jh wurde der Luftdruck ausschließlich
mit Hilfe des Quecksilberbarometers gemessen. Aber man suchte nach
anderen Möglichkeiten. Erst im Jahre 1843 gelang es Lucien Vidie
und weitere sechs Jahre später Eugen Bourdon das Messen des
Luftdrucks durch das sogenannte Aneroidbarometer
(flüssigkeitsfrei) zu ermöglichen.
(Auszüge aus der Internetseite der Freunde alter Wetterinstrumente)
In der Sonderausstellung werden anschaulich die Geschichte und die
Funktionsweise des Barometers dargestellt. Instrumente der
verschiedensten Bauarten und Epochen, darunter ein Exponat aus dem
Jahre 1780 werden zu sehen sein.
Wir hoffen, Sie auf unsere Ausstellung neugierig gemacht zu haben und
würden uns über ein Interesse Ihrerseits sehr freuen. Sollten
Sie noch Fragen haben, können Sie sich jederzeit an uns wenden.