Sonderausstellung  „Ostfriesische Tradition  zu Gast in Thüringen“  vom 21.Mai bis  zum 30. Juli  im Thermometermuseum
Wir holen für Sie ein Stück Ostfriesischer Tradition verbunden mit Thüringer Handwerkskunst in unser Deutsches Thermometermuseum nach Geraberg Was Sie alles erwartet? 1. Wetterinstrumente Ostfrieslands Wetterinstrumente des 18.ten und 19.ten Jahrhunderts nehmen in Deutschland einen bedeutenden Platz ein. Sie zeichnen sich durch Verschiedenheit in Technik und kunstvoller handwerklicher Gestaltung aus. In keiner Region in Deutschland ist der Einfluss der damaligen reichen Niederlande so ausgeprägt wie hier im ostfriesischen Raum. Dadurch, dass die Bauernschaft Ostfrieslands freie Bauern waren, also keine Lehnherren hatten, konnten sie es zu einem gewissen Wohlstand bringen. Außerdem gibt es Instrumente mit einem eigenen regionalen Ausdruck. Deshalb freuen wir uns in dieser einmaligen Sonderausstellung  11 besondere Wetterinstrumente zeigen zu können. 2. Ostfriesische Teetradition mit Thüringer Porzellan Das heute für uns so selbstverständliche Porzellan ist ein künstlich hergestellter Werkstoff, der von jeher die Menschen fasziniert. Im waldreichen Thüringen wurde bereits vor 250 Jahren mit der Herstellung von Porzellan begonnen. 1736 erhielten der Hüttenmeister Johann Wolfgang Hammann und der Glashüttenmeister Johann Gotthelf Greiner vom Herzog von Sachen- Coburg- Saalfeld das Privileg für den Betrieb einer Porzellanmanufaktur in Wallendorf. So begann die Geschichte eines jahrelang erfolgreichen Unternehmens. Das Wallendorfer Geschirr war vor allem durch sein Dekor mit bunten deutschen Blumen nach Meißener Vorbild bekannt, das  auch die Ostfiesen sehr liebten. Auf seinem Weg vom Thüringer Wald an die Nordseeküste erfuhr das Teeporzellan eine Transformation, die beträchtlich war. Nicht nur, dass es vom mühevollen Handwerksprodukt zu einem liebevoll beobachteten Ausstattungsobjekt wurde, es verlor auch seine Herkunft. So wenig wie die thüringischen Arbeiter Ostfriesland kannten, wussten die ostfriesischen Teetrinker nicht, dass ihr Porzellan aus Thüringen kam. Im Teemuseum in Norden hat im Jahr 2010 eine sehr erfolgreiche Ausstellung zu diesem Thema durchgeführt. Die Ausstellung beinhaltet Teeservices und Zubehör mit blauem Dekor aus dem 18. Jahrhundert und Services mit der roten Rose, dem Markenzeichen der Manufaktur „Wallendorf“ aus dem 19. Jahrhundert. Ein liebevoll eingedeckter Teetisch nach ostfriesischer Vorlage mit Blaudruckdecken zeigt das Wohlergehen und den Reichtum der Ostfriesen im 18./19. Jahrhundert. Ihre Tradition haben sich die Ostfriesen bis heute bewahrt. Der Weg des Porzellans, die Entstehung der Dekors die Verwendung des Geschirrs als Zeichen des Wohlstandes und seine Herstellung sind in der Ausstellung integriert. Quelle: Dr. Roehmer 3. Ostfriesische Silberkunst Im 18. Jahrhundert gab es in Ostfriesland über 800 Gold- und Silberschmiede, die ihr Können unter Beweis stellten. Das Museum hat die Möglichkeit, einige besondere Stücke von Herrn  Horst Arians als Leihgabe für diese Ausstellung zu erhalten. 4. Teekultur Die Gäste der Ausstellung werden die Möglichkeit bekommen, aus echtem Wallendorfer Porzellan köstlichen ostfriesischen Tee, der traditionell serviert wird, zu probieren. Die Teefirmen Thiele, Bünting und Onno Behrends, drei der bekanntesten Teehersteller in Ostfriesland, werden für die Sonderausstellung Teeproben zur Verfügung stellen.
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