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ca. 1830 Die Stützerbacher Firma Greiner stellte erstmals gewerblich Thermometer und andere Glasinstrumente her. 1848 Kelvin schlug eine Skala für die absolute Temperatur vor. 1874 Mit der Eröffnung der Glasinstrumentenproduktion durch Carl Kellner kam die Thermometerindustrie in den Raum Geraberg. Kellner hatte von 1869 bis 1873 in Stützerbach die Fertigung von Glasinstrumenten erlernt. Zum Zeitpunkt der Gründung der Thermometer- und Glasinstrumentenfabrik in Arlesberg (heute Ortsteil von Geraberg) im Jahre 1876 arbeiteten zunächst 35 Beschäftigte im Betrieb. Später entwickelte sich die Auftragslage und es wurden mehr als 100 Arbeiter beschäftigt. Die Hauptabnehmerländer waren Frankreich, Belgien, die Schweiz, Holland, Dänemark und Schweden. Den Vertrieb in diesen Ländern organisierten z. T. eigene Handelsvertreter. Als Nachfolger von Carl Kellner führte dessen Sohn Curt Kellner die Geschäfte bis zur Beendigung des zweiten Weltkrieges erfolgreich weiter. Danach wurde der Betrieb stark verkleinert und Anfang der 70er Jahre endgültig geschlossen. 1945 Nach der Beendigung des Zweiten Weltkrieges nehmen noch 1945 etwa 60 Glasbläser trotz größter Schwierigkeiten die Arbeit wieder auf. Mit der beginnenden Verstaatlichung der kleinen Betriebe des Umlandes wurde die Konzentration der Thermometerfertigung eingeleitet. 1958 Von 1958 bis 1960 entstand das neue Produktionsgebäude, mit wesentlich verbesserten Arbeitsbedingungen. Mit der Enteignung und Angliederung von 14 Privatbetrieben im Jahre 1972 wurde die Produktion zentralisiert. Bis Ende der 80er Jahre hatten ca. 2000 Menschen der Region, vielfach ganze Familienverbände, ihr Auskommen durch das Werk. ab 1990 Mit dem Eintritt in die freie Marktwirtschaft verließen manche Abteilungen und Mitarbeiter den Betrieb, um eigenständige wirtschaftliche Wege zu bestreiten. Auch mussten auf Grund der Absatzprobleme zahlreiche Mitarbeiter entlassen werden. Bei einer Belegschaft von ca. 100 - 200 Beschäftigten erwies sich der Neubau eines Produktionsgebäudes als einzige Lösung. Die alten Gebäude des im Volksmund "Teweg" genannten Betriebes wurden abgerissen. Quelle: Katrin Manske, Zentrum für Thüringer Landeskultur e.V.
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