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Übersicht
Für den Einsatz bei hohen Temperaturen waren die Glasthermometer nicht geeignet. Da aber ein großer
Bedarf an Messungen in diesen Bereichen innerhalb der wachsenden Branche der Glas-, Keramik- und
Stahlindustrie entstand, musste hier nach neuen Lösungen gesucht werden. Die
Metallausdehnungsthermometer erfüllten bei der Auswahl geeigneter Metallkombinationen die neuen
Anforderungen. Wenig später mussten sie in vielen Fällen aus Gründen der Messgenauigkeit den
Thermoelementen weichen, die Ende des 19. Jh. speziell für die Hochtemperaturmessung entwickelt worden
sind.
In Metallausdehnungsthermometer wird das unterschiedliche Ausdehnungsverhalten von verschiedenen
Metallen ausgenutzt. Zwei Metallkörper werden an einer Seite fest verbunden und die Differenz der
Ausdehnung dient als Maß für die Temperaturänderung. Die Längen- bzw. Winkeländerung wird mittels eines
mechanischen Getriebes vergrößert und auf ein Anzeigegerät übertragen. Eine weitere Anwendung besteht in
der Nutzung der entstehenden Verstellkraft zum Schalten von Kontakten. Je nach eingesetzten Metallen sind
diese Thermometer für unterschiedliche Temperaturbereiche einsetzbar: Al bis 300°C, Ni bis 600°C,
Chromnickel bis 1000°C. Zu unterscheiden sind die beiden Grundformen des Stab-Ausdehnungsthermometers
(Stab - Rohr - Kombination) und des Bimetallthermometers (zwei fest verbundene Metallschichten, das
unterschiedliche Ausdehnungsverhalten führt zu Verbiegung des Metallstreifens).
Quelle: Mitglieder des Fördervereins "Thermometermuseum Geraberg" e.V. und Frau Lamprecht, Zentrum für Thüringer Landeskultur e.V.