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Als Sohn eines Astronomieprofessors im schwedischen Uppsala geboren, war das große Interesse an den
Naturwissenschaften bei Anders Celsius früh ausgeprägt. Gerade die Fachrichtung seines Vaters - die
Astronomie - hatte es dem jungen Mann besonders angetan. Seine diesbezüglichen Studien fasste er 1727 in
seiner Promotionsarbeit zum Thema "Über die Drehbewegung des Mondes" zusammen. Drei Jahre später
wird er in Uppsala zum Astronomieprofessor berufen. Neben seinen astronomischen Arbeiten hat Celsius auch
schon in jungen Jahren meteorologische Forschungen betrieben. Eine mehrjährige Forschungsreise führte ihn
durch ganz Europa.
Ab 1736 nahm er an einer Expedition nach Nordeuropa teil, um mit Hilfe der Ausmessung eines
Meridianbogens die Gravitationstheorie Newtons nachzuweisen. Nach dieser Lapplandexpedition arbeitete
Celsius wieder vor allem auf astronomischen Gebiet und initiierte den Bau eines Observatoriums in
Schweden.
Etwa 1740 beginnt Celsius seine intensive Beschäftigung mit der Temperaturmesstechnik und schlägt 1742
die hundertteilige Temperaturskala - ausgehend vom Eis- und Siedepunkt des Wassers - vor.
Um 1750 waren in Schweden drei Thermometerarten üblich, die diese Fixpunkte verwendeten. Dabei war das
von Celsius vorgestellte Thermometer das Einzige, das den Nullpunkt mit 100° und den Siedepunkt mit 0°
ansetzte. Erst nach dem Tod von Anders Celsius vollzogen seine Schüler die Umkehrung seiner Fixpunkte und
definierten so entgültig die heute bekannte Celsius-Skala.
Quelle: Katrin Mantzke, Zentrum für Thüringer Landeskultur